Episches Kino und Autorenlesung in München

Mit seinem Filmepos DIE ZWEITE HEIMAT – Chronik einer Jugend schrieb Edgar Reitz Filmgeschichte. Bereits bei der Weltpremiere auf den Filmfestspielen von Venedig vor 30 Jahren und der Deutschland-Premiere im Münchener Prinzregententheater überschlugen sich die Kritikerstimmen vor Begeisterung.

Vier volle Jahre sorgfältiger Handarbeit erforderte die digitale Neugestaltung der ZWEITEN HEIMAT in der Director’s Cut-Fassung. Dabei wurden die Original-Materialien von Bild und Ton für ein komplett neues Mastering verwendet. Zahllose Details der Inszenierung und Kamerakunst, die früher im analogen System untergingen, treten nun ins Licht der Leinwand und offenbaren einen bisher unbekannten Reichtum an faszinierenden Erzählmomenten.

Die Edgar Reitz Filmstiftung präsentiert die sensationell restaurierte Neufassung dieses großen Werks im September komplett im Münchner ARRI Kino. Am Eröffnungswochenende, 17. und 18.9.22, laufen die Filme 1-5.  Die weiteren acht Teile zeigt das ARRI Kino dann in den darauffolgenden Wochen jeweils montags und freitags in seinem Club-Kino. Hier geht es zum Programmablauf.

Karten für das Eröffnungswochenende und für die weiteren Teile sind auf der Homepage des ARRI Kinos demnächst hier erhältlich.

Ein weiteres Highlight des Eröffnungswochenendes ist die Präsentation von Edgar Reitz’ Autobiographie FILMZEIT, LEBENSZEIT. ERINNERUNGEN, die am 13.9. im Rowohlt Berlin Verlag erscheint.

Edgar Reitz hat während der Jahre der Corona-Pandemie ein Buch mit seinen Lebenserinnerungen geschrieben. Auf 672 Seiten erzählt er von seinem Leben, das auch in seinen Filmen immer wieder als Anlass, Stoff und Stimulanz seiner Erzählleidenschaft aufscheint. Fiktion und Wirklichkeit, Filmzeit und Lebenszeit sind folglich die wiederkehrenden Themen des Buches, das wir gemeinsam mit dem Verlag in einer Autorenlesung vorstellen.

 

“Reitz ist ein großer Chronist deutscher Sehnsucht und Geschichte, zugleich ein feinfühliger Erzähler,
der uns von der Vorkriegszeit über die Wiedervereinigung bis in die Gegenwart führt. Immer wieder
kreist er um die Frage, was es bedeutet, eine Heimat zu haben und sich von ihr loszumachen,
aufzubrechen oder zurückzukehren – und trifft damit ins Herz unserer Zeit.
Ein besonderes Dokument des Lebens wie eines ganzen Jahrhunderts, kraftvoll erzählt und berührend,
beeindruckend in seiner Farbigkeit. Ein großes Erinnerungswerk und zugleich hochaktuell
“,schreibt der Verlag.